Deutschunterricht mit dem Whiteboard

Um die Dokumentenkamera nutzen zu können, muss man mit der Beamer-Fernbedienung die Eingabequelle ändern. Wenn man weiß, wo man stehen muss, ist das sehr einfach. Möchte man allerdings am Dokument, das unter der Kamera steht, etwas markieren, muss man sich über das Dokument beugen und darauf malen. Das Ergebnis ist ein vollgemaltes Blatt Papier. Darüber hinaus empfiehlt sich eine regelmäßige und sorgfältige Maniküre, weil sonst die schwarzen, abgeknabberten Fingernägel des Lehrers vom Inhalt ablenken.

Das Handling ist also insgesamt sehr gut, alle Funktionen klappen ohne größere Probleme. Für längere Texte, etwa eine textgebundene Erörterung, empfiehlt sich allerdings der Einsatz einer Tastatur, denn mit dem Stift dauert die Texteingabe – trotz der sehr guten Erkennung – einfach sehr lange und man steht demzufolge wieder lange mit dem Rücken zur Klasse, was in einigen Klassen nicht wirklich zu empfehlen ist.

Für normale Schau- und Tafelbilder sowie einen einfachen Einsatz von Film und Musik ist ein Whiteboard meines Erachtens sehr gut geeignet, wenn man sich mit der Soft- und Hardware gut vertraut gemacht hat. Das allerdings ist ein Aspekt, den man beachten sollte: Vor Schülern zu üben kommt nicht allzu gut. Aber wann und wo soll man sonst üben? Niemand kann sich ein großes Whiteboard daheim hinhängen, um dort die Benutzung unter realistischen Bedingungen zu testen. Und einen reinen Testraum mit Whiteboard kann sich eine Schule auch normalerweise nicht leisten.

Bleibt für die weniger geübten Kolleginnen und Kollegen noch die Möglichkeit, das Whiteboard zuerst einfacher zu verwenden: Ohne Texterkennung als rein digitales Pendant zur grünen Tafel. Die Lesbarkeit ist dann im besten Fall gleich gut wie auf der grünen Tafel, aber man kann das Tafelbild abspeichern und an derselben Stelle weitermachen. Das kann die grüne Tafel nicht bieten.

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