Schüler = Digital Natives?

Der Begriff „Digital Natives“ soll junge Menschen bezeichnen, die das Internet schon mit der Muttermilch eingesogen haben und daher so gesehen geborene Netzbürger sind. Damit wird auch suggeriert, dass junge Menschen automatisch kompetenter mit den Neuen Medien umgehen als Menschen über 30.Bei einer Anwendertagung der Moodle-Anwender in Heidelberg im letzten Sommer griff die Keynote dieses Thema auf. Die Vortragende erklärte, dass sich die Schüler traumwandlerisch sicher durch das Internet bewegen und den Lehrern bezüglich der Kompetenz damit um Längen voraus sind. Nebenbei verteilte sie Seitenhiebe auf altmodische Admins, die Facebook in ihrer Schule sperren.

Kurz nach dieser Veranstaltung veröffentlichte der Spiegel einen interessanten Beitrag zum Thema „Jugendliche und Internet“. Bevor ich diesen hier verlinke, kurz noch meine eigenen Erfahrungen aus ein paar Jahren Unterricht:

  • Schüler können Facebook
  • Schüler können ICQ und Online-Spiele
  • Schüler können Begriffe in Google eingeben
  • da sie außerdem noch einen PC einschalten und den Browser starten können, sehen sie sich alle als die Wahnsinns-Hacker.

Was ich noch nicht gesehen habe:

  • Schüler, die Blogs schreiben
  • Schüler, die an Wikis mitarbeiten
  • Schüler, die ohne große Mühe Moodle bedienen können
  • Schüler, die Fehlermeldungen auf dem Computer beachten und verstehen

Aber genug von mir. Hier kommt endlich der Link: Null Blog

Ein Gedanke zu „Schüler = Digital Natives?“

  1. Ausnahmen bestätigen wie immer die Regel.
    Es gibt durchaus viele (wenn nicht sogar zu viele?) Schüler die Blogs schreiben, an Wiki’s arbeiten außerdem noch Moodle bedienen und dann noch Fehlermeldungen verstehen.

    Ordentlicher Blog. Gefällt ‚ma!

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