OneNote ist nicht sexy, sondern geil.

Seit dem Schuljahr 2018/19 bin ich im Landkreis als Schulnetzberater unterwegs. Das erfordert spätestens seit dem Digitalpakt ein Höchstmaß an Organisation und Koordination. Ein voller Kalender, viele Besprechungen, Telefonate und Kurznotizen müssen verwaltet und geteilt werden.

So habe ich mir einige Tools genauer angesehen und getestet, bis ich schließlich bei OneNote unter Windows gelandet bin. Wie kam es dazu?

Unter iOS gibt es tolle Programme und Apps, die Notizen und Kalender miteinander verbinden, doch schwierig wird es spätestens beim Teilen. Außerdem bieten sie oft keine Anbindung oder App für Windows-Benutzer.

Meine Konfiguration

Als Geräte stehen mir primär ein Surface Pro und ein einfaches iPhone 6s zur Verfügung, ab und zu nutze ich auch noch ein iPad. Im Büro steht ein Mac Mini. An jedem Beratungstag habe ich im Schnitt zwei längere Besprechungen, 5-10 Telefonate und dazu bekomme ich täglich 5-10 E- Mails mit Anfragen. Meine Kollegin bewältigt ungefähr das gleiche Pensum, wir arbeiten zeitversetzt oder synchron an den gleichen Fällen und müssen daher alle Informationen teilen.

Ms Office als eierlegende Wollmilchsau

Seine Stärken richtig entfalten kann OneNote im Zusammenspiel mit Outlook, mit dem es ein dynamisches Duo bildet.
E-Mails lassen sich mit einem Klick von Outlook aus in OneNote kopieren, wobei man aus Outlook heraus direkt angeben kann, in welchem Abschnitt die Mail landen soll.
Darüber hinaus kann man aus dem Kalender heraus direkt Besprechungs notizen in OneNote anlegen. Falls OneNote und der Kalender unter den gleichen Exchange-Account laufen, geht das Anlegen der Notiz sogar direkt in OneNote, ohne Outlook selbst starten zu müssen.
Aber auch anders herum gelingt der Austausch: Wenn ich Notizen in OneNote anfertige und sich dabei ToDos ergeben, kann ich diese als Outlook- Aufgaben markieren, so dass sie dort in der Aufgabenliste erscheinen. Abhaken lässt sich die Aufgabe danach sowohl in Outlook als auch in OneNote.

Aktuelle Showstopper

Obwohl es OneNote und Outlook für alle Plattformen gibt, funktioniert die beschriebene Integration zurzeit nur unter Windows. Selbst die Vollversion unter MacOS bietet nicht die volle Integration an. Hier sollte Microsoft nachbessern, um Nutzern, die sich in verschiedene Welten bewegen (müssen), ein zuverlässiges Tool für produktives Arbeiten an die Hand zu geben. Der andere Aspekt, der mich stört, ist der Zwang, OneDrive zu verwenden, weil keine andere Cloud an OneNote andocken darf. Mit dieser Beschränkung wirft sich Microsoft im Moment selbst aus dem Bildungsbereich in Baden- Württemberg, weil OneDrive für den Unterricht hier nicht freigegeben ist.

Fazit

Insgesamt beeindruckt mich das Paket aus Outlook und OneNote mit seiner unnachahmlichen Integration. Darüber hinaus ist die Suchfunktion in OneNote überragend, was mich schon vor einigen Peinlichkeiten bewahrt hat.
OneNote ist nicht sexy, sondern geil.

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